Jedes Jahr das gleiche Spiel: Online-Shops bringen sich bereits Monate vor dem größten Shopping-Event in Stellung, um von der massiven Kaufbereitschaft während des Black Friday (bzw. Cyber Week) zu profitieren. Die Werbe-Spendings steigen, aber die Suchmaschinenoptimierung wird häufig stiefmütterlich behandelt. Es gibt viele SEO-Tipps, die ganzjährig gelten: Hier sind einige handverlesene Hacks, speziell für den Black Friday – die auch wir bei unseren Kund:innen umsetzen.
Fokussiere dich auf die Performance deines Online-Shops 🔧
Du hast deinen Shop immer noch in Onkel Ullis Keller gehostet? Es ist an der Zeit an der Performanceschraube zu drehen und auf Shop-Geschwindigkeit zu optimieren. Was hat das jetzt mit SEO zu tun? Je besser sich eine Website bedienen lässt, desto wahrscheinlicher sind gute Rankings, da Google das Nutzerverhalten auf der Seite als Kriterium in die Bewertung einfließen lässt. Der PageSpeed ist ein vom Google Experten John Mueller bestätigter Ranking-Faktor und kann von dir aktiv getestet und verbessert werden. Für eine schnelle Analyse empfehlen wir das Google-Eigene Tool „PageSpeed Insights„.

Kundenbeispiel: PageSpeed Insights
In der Ära von fast-paced Kurzvideos müssen sich Shopbetreiber:innen klar sein, dass bereits eine Sekunde zu lang mit dem Zurück-Button quittiert wird. Gerade am Black Friday gibt es Angebote zuhauf. Ein Alleinstellungsmerkmal wäre eine gut bedienbare sowie blitzschnelle Website, die sich von Wettbewerbern trotz gleicher Produktpalette absetzt.
Absatz.
⚠️Worst-Case-Szenario am Black Friday: Du hast Ads auf deine Produkte geschaltet und der Besucheransturm zwingt den Server in die Knie. Wir empfehlen daher, nicht auf den günstigsten Hoster wie bei der privaten Homepage zu setzen, sondern auf Spezialisten. Wir empfehlen immer gerne TimmeHosting. Stelle also sicher, dass du mit einem leistungsfähigen System am Tag X alles unter Kontrolle behältst! Von einer gut bedienbaren Website profitiert dein SEO und auch deine Conversionrate das ganze Jahr über.
Grase das Interesse am black friday über Landingpages ab 📄
Im September und Oktober beginnt das Interesse am Suchterm „black friday“ allmählich zu steigen, erreicht Ende November seinen Höhepunkt und flacht danach wieder ab, um für den Rest des Jahres weitgehend zu verschwinden.

Verlauf Suchvolumen „black friday“ 2023
💡Wichtigster Black-Friday-SEO-Tipp:
Das spezielle Interesse am Shopping-Event solltest du dir zunutze machen und frühzeitig eine dezidierte Landingpage erstellen, auf der du dein Angebot anteaserst. Dafür brauchst du nicht mal ein Keyword-Programm. Es reicht, sich an der Kombination „black friday + shop-brand“ zu orientieren, damit die User:innen über ihre Suche auf die richtige Seite geleitet werden. So kannst du bereits zu Beginn der Aktionszeit die Suchanfragen bedienen und Newsletter-Anmeldungen sammeln. Unsere Beobachtungen der letzten Jahre zeigen, dass Nutzer:innen, die nach „black friday + deine brand“ suchen, sich oft für den Newsletter anmelden am Tag X auch „abholen lassen“.
Genauso kann das über generisch-transaktionale Begriffe funktionieren, z.B. „black friday + waschmaschine“, falls man sich explizit für eine Aktion bestimmter Produktgruppen am Black Friday entscheidet. Diese Seiten kannst du unter der jeweiligen Hauptkategorie einordnen.

Kundenbeispiel: Black-Friday-Landingpage mit Countdown (frühzeitig online)
💡Noch ein Tipp zu den Metadaten:
Vermeide bei der Erstellung der Meta-Daten mit einem wiederkehrenden Appendix zu arbeiten wie „Waschmaschinen | Black Friday“. Google schneidet das Ende häufig ab, wenn es eine Regelmäßigkeit erkennt. Daher wäre „Waschmaschinen beim Black Friday kaufen“ o.ä. besser.
Je komplexer eine Aktion, desto mehr solltest du dich auf Gestaltung und schnelle Erfassbarkeit fokussieren. Das wäre der Fall, wenn du an verschiedenen Tagen verschiedene Aktionen fährst und du den Fahrplan dafür offenlegst. Wenn du aber nur bestimmte Artikel während des Black Friday abverkaufen willst, reicht eine einfache Sales-Kategorie mit ein wenig Inhalt und Meta-Daten-Optimierung, die einfach „Black Friday“ heißt, um sicherzustellen, dass User das Angebot finden.
Black Friday SEO-Tipp 🛍️
Erstelle deine Black-Friday-Kategorie einmal und krame sie jedes Jahr von Neuem hervor. Achte aber darauf, dass die URL unspezifisch bleibt, wie shop.de/black-friday statt shop.de/black-friday-2024 – die URL wandert dann in den Google Index und braucht nach Aktualisierung nur nochmal neu gecrawlt zu werden, um wieder aktuell zu sein.
Online-Marketing-Tipp 📢
Offenbare vor dem Black Friday nicht, wie viel Rabatt du gewähren wirst. Die Information kann kurz vor dem Black Friday gegen dich verwendet werden und die Shop-Umsätze noch mehr als sowieso üblich belasten. Belasse es bei einem Geheimnis, das du gegen eine Newsletter-Anmeldung am Tag X lüften wirst. Somit schaffst du es, deine wertvolle Verteilerliste kostenlos durch das Interesse am Black Friday weiter auszubauen – allein durch die Gestaltung einer eigenen Landingpage.
Mache deine Produktseiten unwiderstehlich 🛒
Du kennst es selbst: Wenn die Kinokarten für die perfekten Sitzplätze nur für 10 Minuten reserviert sind, dann bewegt man sich schneller zum Checkout. Das Spiel mit künstlicher Verknappung, mit Zeitdruck, mit Social Proof, Goodies und allen denkbaren konsumpsychologischen Methoden, um Kunden zum Kaufabschluss zu bewegen, kann am Black Friday richtig die Kasse klingeln lassen. Normalerweise empfehlen wir diese Methoden – je nach Brand – so oder so subtil auf die Website einzuweben. Das Frisieren der PDPs erfordert von Shopbetreibern allerdings die Weiterentwicklung des Shop-Templates oder das Einrichten neuer Plugins.

Beispiel für eine detaillreiche und ansprechende PDP (hier von Zalando)
Seine Hausaufgaben sollte man aber auch nicht vergessen. Nichts ist ärgerlicher als eine unaussagekräftige Lagerbestandsanzeige oder wenn sich angekündigte Gutscheine nicht auf die Produkte anwenden lassen. Hier heißt es wieder: Testen – und das am besten nicht erst einen Tag vor dem Event.




