Google Merchant Center: 10 Tipps für die Optimierung des Produktdatenfeeds

Inhaltsverzeichnis

Google Merchant Center: Feed-Optimierung für maximale Sichtbarkeit und Conversions

In 11 Schritten erfährst du, wie du deine Produktdaten strukturierst, häufige Fehler vermeidest und von neuen Google-Features profitierst. Mit optimierten Feeds steigern Shops typischerweise ihre Impression-Sichtbarkeit um 10–25% und ihre CTR um 5–15%. 

Der Shopping-Titel: Deine erste Conversion Chance

Der Shopping-Titel ist, neben dem Bild, das erste, was potenzielle Kunden sehen, noch vor dem Preis. Google erlaubt maximal 150 Zeichen. Diese müssen strategisch genutzt werden. 

Die Formel für perfekte Titel: Marke + Produktname + spezifische Details (Größe, Farbe, Variante) + relevantes Keyword. 

Die relevantesten Informationen gehören nach vorne – nicht nach hinten. Google und KI-Systeme oder Such- und KI-Assistenten scannen Anfänge zuerst. 

Praktisches Beispiel (Hypothetisches Szenario): 
Angenommen, ein Sportartikel-Shop testet zwei Titel für die gleiche Trainingsmatte: 

  • ❌ Falsch: „Trainingsmatte – rutschfest – ideal für Yoga und Fitness – 180x60cm –   Premium-Qualität“ 
  • ✅ Richtig: „Trainingsmatte Yoga 180x60cm Grau – rutschfest – Premium“ 

Der optimierte Titel beginnt mit dem Produkttyp + Suchintention (Yoga) + Größe + Farbe. Das erste Wort „Trainingsmatte“ taucht im Suchvolumen auf. Nach einer solchen Anpassung, kann sich die CTR bereits um bis zu 5-15% verbessern, je nach Ausgangslage und Wettbewerb. 

Handlungsanleitung: 

  1. Analysiere, für welche Keywords dein Produkt rankt  
  1. Platziere das Haupt-Keyword + Produkttyp in die ersten 30 Zeichen. 
  1. Ergänze spezifische Merkmale (Größe, Farbe, Variante, Geschlecht). 
  1. Emotionale Wörter wie ‚Bestseller‘ oder ‚Exklusiv‘ sind in Shopping-Titeln wirkungslos, konzentriere dich stattdessen auf Suchrelevanz und Produktspezifikationen. 
  1. Nutze Feedregeln (siehe Punkt 8), um Titel zu standardisieren, ohne manuell alle Produkte zu bearbeiten. 

Produkt-beschreibungen, die bei Google ranken 

Google erlaubt bis zu 5.000 Zeichen. Aber: Die Länge ist nicht das Problem, die Relevanz ist es. 

Produktbeschreibungen dienen zwei Zwecken:

(1) Google hilft, dein Produkt zu verstehen und

(2) sie beeinflussen indirekt die Anzeigen-Platzierung in Performance Max und freien Produktlisten. 

Was in die Beschreibung gehört: 

  • Material, Größe, Gewicht, Maße (Fakten) 
  • Verwendungszweck und Anwendungsbereich 
  • Besonderheiten und USPs (Garantie, Zertifizierung, Nachhaltigkeit) 
  • Relevante Suchbegriffe, die im Titel keinen Platz haben 
  • Was NICHT rein: Werbefloskeln, Emoji, Wiederholungen 

Beispiel aus der Praxis: 
Ein Online-Fashion-Shop hatte diese Standard-Beschreibung: „Hochwertige Damenjacke in modernem Design. Perfekt für jeden Anlass. Jetzt erhältlich in vielen Farben und Größen.“ 

Nach Überarbeitung gemäß Feed-Optimierung: 
„Damenjacke aus 100% Baumwolle. Größe XS–XL. Wasserabweisend, pflegeleicht. Materialzusammensetzung: 100% organische Baumwolle. Ideal für Herbst und Frühling. Made in Portugal. 2 Jahre Herstellergarantie.“ 

Ergebnis: Die Ablehnung von Produkten wegen „fehlender Beschreibung“ sank um 60%. Das liegt daran, dass Google die neuen Attribute (Material, Herkunft, Garantie) erkannt hat. 

Handlungsanleitung: 

  1. Schreibe Beschreibungen für deine häufigsten Suchqueries, nicht für Verkaufspsychologie. 
  1. Nutze Feedregeln, um Beschreibungen aus Produktkategorien oder Material-Feldern automatisch zu generieren. 
  1. Überprüfe wöchentlich deine „Unvollständige Daten“-Meldungen im Merchant Center. 
  1. Teste längere Beschreibungen im Merchant Center mit Performance Max, Google nutzt sie für Displayanzeigen. 

Hochwertige Bilder: Das Fundament deiner Sichtbarkeit 

Bilder sind nicht optional, sie sind das Fundament deiner gesamten Shopping-Performance. Gerade seit Google Performance Max aggressiver Produkte im Displaynetzwerk ausspielt, sind starke Bilder kritisch. 

Technische Anforderungen (2025/2026):  

  • Mindestauflösung: 100×100 Pixel (Kleidung: mind. 250×250 Pixel) 
  • Max. Dateigröße: 16 Megapixel 
  • Formate: JPG oder PNG 
  • Hintergrund: neutral, einheitlich (weiß oder pastellfarben) 
  • Keine Wasserzeichen, Logos oder Text auf dem Produkt – es sei denn, es ist das tatsächliche Design 

 
Neue Best Practice (2026): Google bevorzugt weiterhin freigestellte Produktbilder auf weißem oder hellem Hintergrund für Shopping‑Platzierungen. Tests zeigen bis zu 20–25 % höhere Klickraten gegenüber Lifestyle‑Bildern. Für Performance‑Max‑Kampagnen lohnt es sich jedoch, zusätzlich emotionale oder kontextuelle Produktbilder einzureichen, sie verbessern die Darstellung in Display‑ und Video‑Formaten.  

Tipp: Videos sind optional. Du kannst bis zu 10 Video‑Links pro Produkt im Feed hinterlegen; sie werden vor allem in erweiterten Anzeigenformaten genutzt. 

Praktisches Beispiel: 
Ein Möbel-E-Commerce hatte ausschließlich Studio-Fotos auf weißem Hintergrund nach Google-Standard. Durch die Optimierung auf mehrere Winkel und konsistente Bildauflösung (800×800px minimum) stieg die Conversion Rate um etwa 5–10% – auf dem gleichen Traffic. 

Handlungsanleitung: 

  1. Investiere in Produktfotografie: mindestens 3 Winkel pro Produkt, mind. 500×500 Pixel. 
  1. Nutze weiße oder helle Hintergründe, das outperformed Lifestyle Bilder oder Bilder in Shoppping Anzeigen
  1. Überprüfe regelmäßig, welche Bilder gut performen (Google Analytics → Product Performance). 
  1. Teste A/B: Welche Bildauflösung oder -größe fährt die höchsten CTR ein? 
  1. Video-Links: Optional für Top-50-Produkte, aber nicht erforderlich für Erfolg. 

GTINs: Die Basis für Feed-Qualität und Approvals 

GTINs (Global Trade Item Numbers) sind eindeutige Produktidentifikationsnummern. Fehlen GTINs bei Produkten, die eine haben sollten, lehnt Google den Feed komplett ab oder begrenzt die Sichtbarkeit drastisch. 

Warum GTINs so kritisch sind: 

  1. Eindeutigkeit: Die GTIN ermöglicht Google, dein Produkt eindeutig zu identifizieren, Duplikate zu erkennen und Informationen kanalübergreifend zusammenzuführen 
  1. Vergleichbarkeit: Google nutzt die GTIN, um deine Angebote mit anderen Händlern abzugleichen, etwa beim Preisvergleich oder bei Produktbewertungen. Preise werden dabei nicht automatisch geändert, aber fehlerhafte oder stark abweichende Angaben können zur Einschränkung oder Ablehnung führen. 
  1. Richtlinien-Einhaltung: Seit 2025 hat Google die GTIN-Anforderungen verschärft. Für alle physischen, gekauften Produkte mit verfügbarem GTIN ist die Angabe jetzt erforderlich. Ausnahmen: Privat-Label-Produkte und digitale Güter.  

Häufige Fehler mit GTINs: 

  • ❌ Falscher GTIN (vertippt, kopiert von Konkurrenz) 
  • ❌ Derselbe GTIN für mehrere Varianten (z.B. Größe S, M, L alle mit gleicher GTIN) 
  • ❌ Fehlende GTIN bei Varianten, die eine haben sollten 
  • ❌ GTIN für Privat-Label-Produkte, ohne explizit identifier_exists=false zu setzen 

Praktisches Beispiel: 
Ein Beauty-Shop mit 340 Produkten im Feed hatte nach Audit: 43 Produkte (12,6%) mit falschen GTINs – gekürzte oder mit Leerzeichen. Google lehnte alle 43 ab. Nach Bereinigung: 340 aktive Produkte, 15% höheres Impression-Volumen. 

Handlungsanleitung: 

  1. Validiere deine GTINs gegen die offizielle Produktdatenbank (z.B. über GS1 oder deine Hersteller). 
  1. Nutze Feedregeln: „Alle GTINs validieren“ – gibt es einen Standard-Check in deinem Feed-Tool. 
  1. Kennzeichne Produkte ohne GTIN explizit als Ausnahme (benutzerdef. Attribut: identifier_exists=false). 
  1. Prüfe wöchentlich den Merchant Center Report → Diagnose → Fehlende Attribute. 

Pricing-Strategie: Aktualität statt Lücken 

Die Preisangabe in deinem Feed muss mit der Seite übereinstimmen. Google vergleicht beide und lehnt oder korrigiert Produkte (wenn automatische Preisanpassungen im MC aktiviert sind) automatisch. 

Das ist nicht nur wichtig für Approvals – es beeinflusst auch indirekt deine Quality Score. Ein Shopping-Klick mit Preis-Mismatch führt zu Absprüngen und höheren Bounce-Raten. 

Best Practice (2026): 

  • FeedAktualität: Aktualisiere Preise mindestens täglich – idealerweise alle 6–12 Stunden über API oder automatisierte Feed‑Aktualisierung.  
  • SalePreise korrekt ausweisen: Verwende die Felder price (regulär) und sale_price (reduziert), damit Google Rabatte transparent darstellen kann.  
  • FeedRegeln nutzen: „Aktuellsten Wert übernehmen“ hilft, wenn mehrere Datenquellen oder Preisfelder existieren.  
  • Keine UVPs allein: Zeige immer den tatsächlich berechneten Endpreis. 

Praktisches Beispiel: 
Ein Tech-Shop hatte saisonale Preise. Im Feed: 49,99 €. Auf der Website: 34,99 € (Winterschlussverkauf). Google merkte den Mismatch und lehnte die Produkte ab. 

Nach Implementierung einer automatisierten Preis-Sync alle 6 Stunden: Problem gelöst. Gleichzeitig sank die Bounce-Rate von 58% auf 42%. 

Handlungsanleitung: 

  1. Richte eine automatische Preis-Synchronisation ein (API-Integration oder Feedregeln). 
  1. Setze einen Alert: Wenn Feed-Preis vs. Website-Preis abweicht, benachrichtige das Team. 
  1. Teste monatlich: Klick auf Shopping-Anzeige → Landing Page. Stimmen Preis und Produktdetails? 
  1. Berücksichtige Versandkosten in der Preiskalkulation (Merchant Center Versand-Setup). 

Google Product Categories: Die richtitge Einordnung

Die Auswahl der richtigen Google Product Category bestimmt, für welche Nutzer-Suchanfragen dein Produkt angezeigt wird. 

Google hat eine 7-stellige Kategorien-Hierarchie. Dein Produkt braucht die präziseste passende Kategorie – nicht die übergeordnete. 

Beispiel: 

  • ❌ Falsch: Kleidung (zu breit) 
  • ✅ Richtig: Kleidung & Accessoires → Kleidung → Frauenkleidung → Jacken 

Häufige Fehler: 

  • Automatische Kategorisierung ohne Überprüfung (viele Feed-Tools kategorisieren falsch) 
  • Zu breite oder zu enge Kategorien 
  • Inkonsequente Kategorisierung von ähnlichen Produkten 

Praktisches Beispiel: 
Ein Outdoor-Shop kategorisierte Wanderschuhe unter „Sportschuhe“ statt unter „Wanderschuhe“. Ergebnis: Sichtbarkeit bei „Wanderschuhe kaufen“ war 30% niedriger. Nach Korrektur: +40% Impressionen für diese Produktgruppe. 

Handlungsanleitung: 

  1. Nutze die Google Product Categories Tabelle (offiziell, regelmäßig aktualisiert). 
  1. Überprüfe deine Top-20-Produkte manuell – sind sie richtig kategorisiert? 
  1. Audit: Monatlich 10 Zufalls-Produkte prüfen – stimmt die Kategorie? 

Custom Labels: Smarte Segmentierung und Kontrolle 

Custom Labels sind dein Werkzeug, um Produkte logisch zu segmentieren – ohne die Feed-Struktur zu ändern. Du kannst bis zu 5 Labels pro Produkt nutzen. 

Sinnvolle Label-Strategien (Start mit 2–3): 

Label-Slot Beispiel-Wert Nutzen 
Label 0 „Bestseller“, „Slow Mover“, „Midrange“ Priorisierung in Google Ads 
Label 1 „Winter“, „Sommer“, „Ganzjahr“ Saisonale Kampagnen 
Label 2 „High Margin“, „Low Margin“, „Break-Even“ Budgetallokation je Marge 

Hinweis: Nutze nicht alle 5 Slots auf einmal, wenn du sie nicht brauchst. Nach 3 Monaten expandieren, wenn Bedarf entsteht. 

Praktisches Beispiel: 
Ein Mode-Onlineshop nutzte Labels so: 

  • Label 0: „Top 100 Revenue“ (Top-Umsatz-Produkte) 
  • Label 1: „Winter2025″ (Saisonale Kampagne) 
  • Label 2: „40%+ Margin“ (Profitable Artikel) 

Nach Umsetzung: Sie konnten ihre Google Ads Gebote pro Label-Kombination anpassen. Ergebnis: ROAS +18%, CPA -12%. 

Handlungsanleitung: 

  1. Entscheide dich für 2–3 sinnvolle Label-Strategien. 
  1. Nutze Feedregeln, um Labels automatisch zu vergeben (z.B. „Margin > 40%“ = „High Margin“). 
  1. Integriere Custom Labels in Google Ads Kampagnen-Struktur (Targeting, Gebotsstrategie). 
  1. Aktualisiere Labels monatlich (automatisiert via Feedregeln, nicht manuell). 

Feedregeln: Automatisierung statt manueller Fehler 

Feedregeln sind das Rückgrat einer effizienten Feed-Verwaltung. Mit ihnen korrigierst du systematische Fehler, standardisierst Daten und ersparst dir tausende manuelle Edits. Ein gut strukturiertes Regelwerk reduziert deinen Redaktionsaufwand um 75% und spart dir 10–20 Stunden pro Monat. digitalapplied.com 

Die 5 mächtigsten Feedregeln: 

1. Statischer Wert (Festlegen auf) 
Beispiel: Alle Produkte erhalten automatisch „Versand: 1-2 Werktage“ 

Attribut: Versanddatum 

Regel: Auf „1-2 Werktage“ festlegen 

2. Mehrere Werte (Liste) 
Beispiel: Ein Produkt soll für „Männer“ und „Unisex“ sichtbar sein› 

Attribut: Geschlecht 

Regel: Auf „Männer, Unisex“ festlegen 

3. Extrahieren (Daten aus anderen Feldern übernehmen) 
Beispiel: Marke aus Anzeigentitel extrahieren, wenn Marke fehlt 

Attribut: Marke 

Regel: Erste 3 Wörter des Titels extrahieren 

4. Berechnung (Mathematische Operationen) 
Beispiel: UVP – 20% = Sale-Preis automatisch berechnen 

Attribut: Sale-Preis 

Regel: (UVP * 0,8) berechnen 

Weitere Optionen: Voranstellen, Anhängen, Standardisieren, URL-Optimierung, Suchen & Ersetzen, Teilen & Auswählen. 

Praktisches Beispiel aus der Praxis: 
Ein Multi-Channel-Retailer mit 8.000 Produkten füttert Google Shopping aus 3 Systemen (Webshop, Marketplace, B2B). Manuelles Merging unmöglich. 

Mit Feedregeln: 

  • Preis: Aktuellsten Wert von allen 3 Quellen nehmen 
  • Verfügbarkeit: Wenn 2+ Kanäle liefern, dann „in Stock“ 
  • Titel: Standard-Format aus Marke + Kategorie + Größe generieren 
  • GTIN: Aus Marktplatz-Feed übernehmen, wenn im Shop leer 

Ergebnis: 90% der Feed-Fehler automatisch korrigiert, Redaktionsaufwand um 75% gesenkt. 

Handlungsanleitung: 

  1. Nutze Feedregeln für alle systematischen Probleme – niemals manuelle Edits im großen Stil. 
  1. Teste Feedregeln auf einer Kopie deines Feeds, bevor du sie aktivierst. 
  1. Dokumentiere deine Feedregeln (Zweck, Logik, Wartungsverantwortliche). 
  1. Prüfe monatlich: Funktioniert die Regel noch? Sind neue Fehler entstanden? 

Neue Featuers: Video Links und Ai-Generated Content

Seit 2024–2025 hat Google die Feed-Spezifikation erweitert. Zwei Features sind der Aufmerksamkeit wert: 

Video-Links (bis zu 10 pro Produkt optional) 

Google akzeptiert Video-URLs direkt im Feed, aber nur als optionales Attribut. Sie sind nicht erforderlich, können aber bei bestimmten Produkttypen hilfreich sein: digitalapplied.com 

  • Unboxing-Videos 
  • Produktdemonstration 
  • Größenvergleiche 

Praktisches Beispiel: 
Ein Fitness-Equipment-Shop fügte Video-Links ein (Trainingsanleitungen). Produkte mit Videos hatten typischerweise 10–20% höhere CTR als ohne – aber die Kausalität ist schwer zu isolieren, da auch andere Faktoren eine Rolle spielen. 

Empfehlung: Video-Links nur für deine Top-50-Produkte, wenn Aufwand und ROI passen. 

AI-Generated Content Declaration 

Ab 2025 kannst du kennzeichnen, ob deine Produktbeschreibungen von AI generiert wurden. Google bevorzugt nach wie vor Originalinhalte, aber AI-Texte sind jetzt offiziell erlaubt. 

Best Practice: Mische AI-generierte Inhalte mit manuellen Überarbeitungen. Deine Expertise sollte sichtbar sein. 

Handlungsanleitung: 

  1. Video-Links: Optional – nutze sie nur, wenn der Aufwand sich lohnt (Top-50-Produkte). 
  1. Wenn du AI für Beschreibungen nutzt: Überarbeite sie manuell um mindestens 20–30%. 
  1. Kennzeichne AI-Inhalte transparent im Feed. 
  1. Teste nicht zuerst ein Video, sondern optimiere zuerst Titel, Kategorien und Bilder. 

Das Diagnose-Tool: Dein regelmäßiger Health-Check 

Das Merchant Center ist nicht nur Upload-Tool, es ist dein Radar für Feed-Qualität. 

Was du wöchentlich überprüfen solltest: 

Bereich Aktion Ziel 
Diagnose Fehlerhafte Produkte, fehlende Attribute < 5% Fehlerquote 
Performance Welche Kategorien performen gut/schlecht? Top-Kategorien identifizieren 
Keywords Für welche Anfragen rankst du? Ranking-Gaps finden 
Statistik Impressionen, CTR, Conversion-Rate Trends erkennen 

Praktisches Beispiel: 
Ein Shop mit 5.000 Produkten bemerkte im Diagnose-Tool: 220 Produkte haben keine Produktkategorie. Nach Behebung: +15% Impressionen für diese Produkte. 

Handlungsanleitung: 

  1. Setze einen Weekly Calendar-Reminder: „Merchant Center Diagnose-Check“. 
  1. Fokussiere auf Top-3-Probleme: Behebe sie mit Feedregeln. 
  1. Exportiere die Daten monatlich in eine Tabelle – tracke Verbesserungen. 
  1. Nutze die „Optimierungspotenzial“-Vorschläge von Google – die sind oft zielgenau. 

Dein Quality-Signal: Daten, die Google bevorzugt 

Google bevorzugt Feeds mit hoher DatenvollständigkeitPreis-Genauigkeit und guten Click-Through-Rates. Diese Faktoren beeinflussen indirekt deine Sichtbarkeit und deine Cost-per-Click. digitalapplied.com 

Es gibt keinen offiziellen „Shopping Quality Score“ wie bei Google Ads – aber Google nutzt intern ein Ranking-System, das diese Signale bewertet: 

Was Google bewertet: 

  • ✅ Datenvollständigkeit (alle wichtigen Felder gefüllt) 
  • ✅ Genauigkeit (Preis & Website stimmen überein) 
  • ✅ Bildqualität (hochauflösend, zentral, sauberer Hintergrund) 
  • ✅ CTR & Conversion Rate (über Zeit) 
  • ✅ Nutzer-Feedback (Bewertungen, Retouren) 

Shops mit hohen Qualitätssignalen sehen: 

  • Bessere Positionen in Shopping-Ergebnissen 
  • Niedrigere CPC-Gebote für gleiche Platzierungen digitalapplied.com 
  • Bevorzugte Behandlung bei Performance Max 

Praktisches Beispiel: 
Zwei Shops, gleiches Budget, gleiches Gebiet: 

  • Shop A: Unvollständige Daten, keine Bilder-Optimierung, 2% CTR → CPC-Trend steigt 
  • Shop B: Perfekter Feed, hochwertige Bilder, 4,5% CTR → CPC-Trend stabiler 

Warum? Shop B hat höhere Qualitätssignale. Google bevorzugt ihn. 

Handlungsanleitung: 

  1. Optimiere für die Basics: 100% Datenvollständigkeit, Preis-Accuracy, hochwertige Bilder. 
  1. Überwache CTR pro Kategorie – finde die Schwachstellen. 
  1. Sammle Kundenbewertungen (integriert im Feed mit Review-Attribut). 
  1. Tracke Conversion Rate: Ist sie nach Feed-Änderungen gestiegen? 

Häufige Fehler & Lösungen 

 Fehler 1: „Ich lade meinen Feed hoch und kümmere mich dann nicht mehr darum.“ 
 Lösung: Wöchentliche Diagnose-Checks, monatliche Feedregeln-Überprüfung. Der Feed ist kein Set-and-Forget. 

 Fehler 2: „Ich nutze die breiter mögliche Google Product Category, um mehr Sichtbarkeit zu bekommen.“ 
 Lösung: Precision zählt, nicht Breite. Die spezifischste Kategorie ist richtig. 

 Fehler 3: „Meine Konkurrenten haben YouTube-Videos in ihren Produkten – ich brauche auch Videos, um zu ranken.“ 
 Lösung: Videos sind optional und helfen nicht als Ranking-Faktor. Ein perfekter Feed ohne Video schlägt einen schlecht strukturierten Feed mit Video. 

 Fehler 4: „Ich kann meine Feedregeln nicht testen, bevor ich sie aktiviere.“ 
 Lösung: Doch, nutze den Vorschau-Modus im Merchant Center oder teste auf einer separaten Feed-Kopie. 

 Fehler 5: „Google aktualisiert meinen Feed nicht schnell genug. Ich kann keine täglichen Preisänderungen machen.“ 
 Lösung: Du kannst Google Merchant Center über die API oder via automatisierte Feedregeln in Echtzeit füttern. Das ist schneller als manuelle Uploads. 

Deine nächsten Schritte 

Diese Woche: 

  1. Logge dich in dein Merchant Center ein → Diagnose → Notiere die Top-3-Fehler. 
  1. Wähle eines aus → Behebe es mit einer Feedregel. 
  1. Überprüfe deine Top-50-Produkte: Sind Titel, Bilder und Kategorien optimal? 

Nächste Woche: 
4. Implementiere 2 Custom Labels für deine wichtigsten Segmente (Profitabilität, Saisonalität). 
5. Richte einen Wochenplan ein: Jeden Montag 1h Merchant Center-Check. 
6. Prüfe deine Top-100-Produkte auf GTIN-Korrektheit. 

Diesen Monat: 
7. Audit: Überprüfe 20% deiner GTINs auf Validität. 
8. Dokumentiere deine Feedregeln in einer Tabelle (was, warum, wer aktualisiert). 
9. Tracke deine Fortschritte: Merchant Center Reports exportieren und monatlich vergleichen. 

FAQ: Häufig gestellte Fragen 

F: Wie lange dauert es, bis Google meine Feed-Änderungen übernimmt? 
A: Google aktualisiert Feeds täglich oder stündlich, je nachdem wie oft du sie uploadst. Änderungen sind meist innerhalb von 24 Stunden live. Bei API-Integration: quasi Echtzeit. 

F: Muss ich Feedregeln im Merchant Center oder in meinem Feed-Tool definieren? 
A: Beides ist möglich. Im Merchant Center: GUI, einfacher, aber weniger mächtig. Im Feed-Tool (FeedOps, Channable): mächtiger, flexibler, aber Setup-Aufwand höher. Kombination ist ideal. 

F: Welche Attribute sind wirklich Pflicht? 
A: Minimum: ID, Titel, Beschreibung, Link, Bild, Verfügbarkeit, Preis, Marke. Je mehr, desto besser – aber vollständig ist wichtiger als viel. 

F: Kann ich verschiedene Feeds für verschiedene Märkte haben? 
A: Ja – besser sogar. Separate Feeds für Deutschland, Österreich, Schweiz. Jeder mit eigener Sprache, Währung, Kategorisierung. 

F: Wie wirken sich GTINs auf meinen ROAS aus? 
A: Indirekt, aber messbar. Fehlende GTINs = Rejections = keine Sichtbarkeit = 0 ROAS für diese Produkte. Mit perfekten GTINs steigerst du die Sichtbarkeit und damit die Klicks. 

F: Brauche ich Videos in meinem Feed, um zu ranken? 
A: Nein – Videos sind optional und kein Ranking-Faktor. Optimiere zuerst Titel, Kategorien und Bilder. Videos sind eher ein Bonus für Top-Produkte. 

Quellen & Weiterführende Ressourcen 

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Anna Heyer

SEA Consultant
Anna ist seit 2019 Teil des SEA-Teams bei ReachLab und bringt langjährige Erfahrung im Management komplexer Ad-Accounts mit. Sie entwickelt Strategien für datengetriebenes Suchmaschinenmarketing und begleitet unsere Kunden in deren operativen Umsetzung. In ihrer Freizeit ist sie am liebsten draußen unterwegs, mit einem guten Podcast im Ohr oder einem Hund an ihrer Seite.
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