
Pinterest hat sich längst von einer reinen Plattform für Inspiration zu einem mächtigen Tool für den E-Commerce entwickelt. Nutzer*innen sind auf Pinterest gezielt auf der Suche nach neuen Produkten und nicht selten endet diese Reise mit einem Kauf. Um das stärker anzutreiben, hat Pinterest in den letzten Jahren viele neue Features gelauncht, um Shopping auf der Plattform noch einfacher zu machen. Damit ist Pinterest ein unverzichtbarer Kanal, um Sichtbarkeit zu generieren, Traffic zu steigern und letztlich mehr Umsatz zu machen, vor allem für Onlineshops. In diesem Blogbeitrag zeigen wir dir, wie du Pinterest – insbesondere mit Ads – optimal für dein Unternehmen nutzen kannst.
Warum ist Pinterest transformativ für dein Unternehmen?

Pinterest ist kein soziales Netzwerk, sondern eine visuelle Suchmaschine. Nutzer*innen nutzen die Plattform, um Ideen, Inspirationen und Produkte zu entdecken. Die meisten kommen mit einer Kaufabsicht auf Pinterest – ein riesiges Potenzial für Onlineshops! Egal ob Mode, Wohnaccessoires oder Beautyprodukte – Pinterest kann dir bei der direkten Ansprache deiner Zielgruppe helfen und deine Produkte in den Mittelpunkt stellen.
Was Pinterest Ads sind und warum sie 2026 und darüber hinaus relevanter denn je sind
Pinterest Ads sind bezahlte Inhalte, Bilder, Videos oder Karussells, die Nutzern in Feeds oder Suchergebnissen angezeigt werden. Sie basieren nicht nur auf Keywords, sondern vor allem auf Interessen, Nutzerverhalten und visuellen Signalen.
Das macht Pinterest 2025 so relevant:
- Nutzer sind aktiv auf der Suche nach Ideen. 88 % der Anwender nutzen Pinterest zur Kaufplanung.
- Die Plattform liefert Pre‑Intent Traffic. Das bedeutet: Nutzer interagieren mit deinen Produkten, bevor sie auf Google danach suchen.
- Pinterest bietet e-Commerce-native Features: Produkt-Tags, Katalog‑Syncs, dynamische Anzeigen und Integration mit GA4 oder Shopify.
Kurz gesagt: Pinterest ist kein soziales Netzwerk mehr, es ist eine visuelle Suchmaschine mit Performance‑Potenzial.
Warum Pinterest der unterschätzte Umsatztreiber im E-Commerce ist
Pinterest-Nutzer haben eine deutlich höhere Kaufbereitschaft als durchschnittliche Social-Media-Nutzer.
Laut Pinterest Business Blog (März 2025) haben Nutzer eine 1,4‑fach höhere Conversion‑Wahrscheinlichkeit als auf anderen Social-Plattformen.
Warum das so ist:
- Inhalte sind „search intent based“ – also aktiv abgerufen, nicht zufällig im Feed gesehen.
- Der Plattformalgorithmus priorisiert inspirierende, kaufnahe Inhalte.
- Der typische Nutzerpfad: Inspiration → Vergleich → Klick auf Shop-Link → Kauf.
Die wichtigsten Neuerungen 2024–2025
Pinterest hat in den letzten zwei Jahren massive Veränderungen eingeführt.
Hier die entscheidenden Updates:
| Feature | Einführung | Nutzen für E‑Commerce | Quelle |
|---|---|---|---|
| Performance+ Campaigns | 2024 | Automatisch optimierte Zielgruppen & Gebote durch KI | Pinterest Business Blog, März 2025 |
| Conversion API (CAPI) | 2023–2024 | Serverseitiges Tracking mit DSGVO‑Konformität | Pinterest Developers |
| Dynamic Product Ads 2.0 | 2024 | KI ergänzt Titel, Preise, Bildbeschreibungen automatisch | Pinterest Ads Updates 2024 |
| Visual Search Integration | 2025 | Ads in visuelle Suchergebnisse eingebettet | Pinterest Engineering Blog |
| AI‑Creative Studio (Beta) | 2025 | Automatisches Erstellen von Pin‑Assets | Pinterest Newsroom 2025 |
| Pinterest-Shopify 2.0‑Integration | 2024 | Automatisierte Katalog‑Syncs & Feedpflege | Shopify Partner Blog |
Wichtig: Performance+ ersetzt nach und nach klassische Kampagnen. Laut interner Pinterest-Daten steigt der ROAS um durchschnittlich 28 %, wenn Marken von manuellen Setups auf Performance+ wechseln (Stand 2025).
Von Ads zu Conversions
Pinterest Ads bieten Onlineshops eine leistungsstarke Möglichkeit, ihre Reichweite zu erhöhen und gezielt Conversions zu generieren. Im Gegensatz zu anderen Plattformen, wie Instagram, auf denen Werbung von Unternehmen oft als störend empfunden wird, fügen sich Pinterest Ads nahtlos und organisch in den Feed der Nutzer*innen ein.
Der erste Schritt, um deine Pinterest-Kampagne richtig aufzusetzen, ist die Wahl des richtigen Ziels. Geht es dir um Umsatz lautet das klare Ziel: Conversions. Damit fokussierst du dich auf die Nutzer*innen, die am wahrscheinlichsten eine Kaufhandlung in deinem Onlineshop abschließen. Pinterest optimiert die Kampagne dann so, dass deine Anzeigen an Personen ausgespielt werden, die bereits eine Kaufabsicht haben. In deiner Conversion-Kampagne kannst du entsprechend deiner verschiedenen Zielgruppen und Produktgruppen unterschiedliche Anzeigengruppen aussetzen. Wir empfehlen im Prospecting mit einem breiten Targeting zu arbeiten und anschließend mit Shopping-Anzeigen deine potentiellen Käufer*innen im Retargeting anzusprechen.
Aber, es muss nicht alles schwierig sein: Dein Unternehmen kann auch einfach die Hilfe der neuen KI nutzen! Mit der Einführung der Performance+ Kampagnen hat Pinterest eine besonders leistungsstarke und automatisierte Option zur Skalierung von Werbeanzeigen eingeführt. Hier übernimmt die KI-basierte Automatisierung wesentliche Aspekte deiner Kampagnenverwaltung. Okay, und was ist das Besondere an Performance+?
- Algorithmus-basiertes Anzeigenschaltung: Pinterest kennt deine Zielgruppe und weiß, was sie zum Klicken bewegt. Gib der Performance+ Kampagne eine breite Auswahl deiner Topseller Ads (wenn du sie noch finden musst, unterstützen wir gerne im Creative Testing) und lass die KI den Rest machen. Die Anzeigen sind auf Shopping optimiert und können auch direkt mit deinem Produktkatalog arbeiten.
- Automatisiertes Bieten und Platzieren: Die Algorithmen von Pinterest analysieren kontinuierlich, welche Gebote und Platzierungen am erfolgversprechendsten für deinen Shop sind, um das Maximum aus deinem Budget herauszuholen.
- Optimiertes Targeting: Die KI passt die Zielgruppen automatisch an, basierend auf vergangenen Conversions und Nutzerdaten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
- Einfache Skalierung: Du kannst deine Kampagnen mit minimalem Aufwand erweitern, da die Automatisierung die wichtigsten Schritte für dich übernimmt.
Diese neuen Kampagnen sind besonders effizient, wenn du deine Reichweite schnell und einfach erhöhen möchtest, ohne den Überblick über manuelle Optimierungen zu verlieren.
Wenn du dem Algorithmus nicht traust, dass er deine richtige Zielgruppe wirklich kennt (vielleicht weil dein Account noch zu neu ist), ist es natürlich wichtig, dass du präzise Targeting-Strategien verwendest, um die richtigen Nutzer*innen zu erreichen. Mit Hilfe von Zielgruppen-, Interessen- oder Keyword-Targeting kannst du dies von breit bis granular tun. Mehr dazu erfährst du hier.
Kampagnen-Typen im Überblick
Pinterest unterscheidet vier grundlegende Kampagnentypen:
| Typ | Ziel | Beschreibung | Typischer Einsatzzweck |
|---|---|---|---|
| Brand Awareness | Reichweite & Impressionen | Hebt Marke oder Kollektionslaunch hervor | Neue Kollektionen, Saisonalität |
| Consideration (Traffic) | Klicks & Pin‑Interaktionen | Nutzer in den Shop leiten | Rezept‑, DIY‑ oder Stil‑Inhalte |
| Conversions | Verkäufe | Produkt‑Feed, dynamische Pins | Retargeting & Shopping |
| Performance+ | Alles automatisiert | KI‑basierte All‑in‑One‑Steuerung | Always‑on mit ROAS‑Ziel |
Praxisbeispiel:
Ein Fashion‑Retailer nutzt Performance+ mit 800 €/Monat. Ergebnis: 4,9‑facher ROAS, weil die KI automatisch die besten Pins und Produktgruppen bewirbt.
Zielgruppen‑ Targeting: Von Keyword zu Visual Intent
Früher basierte Pinterest‑Targeting auf statischer Interessen- und Keyword‑Zuweisung.
Ab 2024 gilt:
Pinterest erkennt über Bilder, Texte und Nutzersignale, was für den einzelnen Betrachter relevant ist – das sog. „Visual Intent Model“.
Das neue Targeting-System kombiniert:
- Suchsignale: konkrete Keywords und Phrasen.
- Interaktionssignale: gespeicherte Pins, Klicks und Scrollverhalten.
- Visuelle Features: Objekte, Farben, Muster.
- Product Graph: Automatische Kategorisierung deines Produktfeeds.
Praxisbeispiel:
Ein Nutzer, der Pins mit hellen Holztischen speichert, wird bei deiner Anzeige für „Esstisch Eiche Natur“ automatisch getargetet – auch ohne Keyword „Eiche“.
Best Practice:
- Zielgruppen in Performance+ automatisch zuweisen lassen.
- Lookalikes auf Basis von CAPI‑Events erstellen.
Creative‑ Strategie: Wie Bilder und Videos heute Conversions auslösen
Pinterest bewertet seit 2024 die visuelle Relevanz anhand von über 150 Signals.
Das bedeutet: Dein Creative muss ästhetisch, informativ und eindeutig sein.
Grundregeln für erfolgreiche Pinterest Creatives 2025:
- Video first: Pinterest gibt Video‑Pins bis zu 40 % mehr Impressionen.
- Authentizität schlägt Studiofotos: „Real‑Life“-Settings erzielen 23 % höhere CTR.
- Text Overlays kurz & prägnant: max. 6 Wörter, kein Branding‑Spam.
- Ratio 2:3 bleibt Standard
Beispiel erfolgreicher Struktur aus einer Kampagne:
Headline im Bild: „Ordnung mit Stil“
Untertext: „Neue skandinavische Regale entdecken“
CTA‑Pin‑Button: „Jetzt ansehen“
→ CTR: 2,1 %, vs. 1,2 % bei bildlosen Varianten.
racking, Analytics & Attribution: Das neue Zusammenspiel aus Pinterest CAPI & GA4
Mit Cookie‑Einschränkungen und Chrome‑Privacy‑Sandbox sind klassische Pixel‑Daten zunehmend unvollständig.
Die Lösung heißt CAPI + GA4.
CAPI (Conversion API):
- Sammelt Daten direkt vom Server, unabhängig von Browsern.
- Misst Käufe, Add‑to‑Cart, Leads, Sessions.
- Lässt sich in 15 Minuten via GTM, Shopify oder WooCommerce implementieren.
GA4 (Google Analytics 4):
- Zeigt plattformübergreifende Funnels.
- Enthält Data‑Driven Attribution (DDA).
- Ermöglicht Uplift-Messung zwischen Pinterest und anderen Kanälen.
Empfohlene Einrichtung:
- Pinterest‑CAPI aktivieren.
- Über
event_idundclient_user_idDaten mit GA4 verbinden. - In GA4 Attribution > Conversion Pfade → Pinterest analysieren.
Tipp:
Abweichungen zwischen CAPI und GA4 >15 % deuten häufig auf doppelte Events im Tag Manager hin.
Budgetierung & Auswertung: So misst du den ROI realistisch
Pinterest-Kampagnen benötigen Lernphasen (mind. 7 Tage, 500 Klicks).
Viele Shops brechen zu früh ab, bevor der Algorithmus stabil läuft.
Empfohlene Budget-Regeln 2025:
- Mindestens 30 €/Tag pro Kampagne für Performance+.
- 7‑Tage‑View‑/1‑Tag‑Click‑Attribution als Standard.
- Break-Even‑ROAS definieren (z. B. 3,0 bei 33 % Marge).
Monitoring‑Checkliste:
| Metrik | Idealwert | Erklärung |
|---|---|---|
| CTR | > 1,5 % | Gute Ad‑Relevanz |
| CPC | < 0,70 € | Wettbewerbsfähiger Klickpreis |
| Conversion Rate | > 1,8 % | Shop‑Qualität ausreichend |
| ROAS | > 2,0-3,0 | Rentabel |
| Engagement Rate | > 3 % | Inspiration funktioniert |
Erfolge messen und weiterwachsen
Eine erfolgreiche Pinterest-Strategie erfordert kontinuierliche Anpassungen basierend auf den Ergebnissen deiner Kampagnen. Pinterest Analytics bietet dir die dafür notwendigen Einblicke.
- Zu den wichtigsten Metriken gehören Impressionen, Klicks, Aufrufe, Engagement Rate und Conversions. Diese helfen dir, den Erfolg deiner Kampagnen zu messen und Bereiche zu identifizieren, die optimiert werden müssen. Wenn du mehr zu den KPIs, die du im Auge haben solltest, wissen möchtest, schau mal hier.
- Teste verschiedene Zielgruppen, Anzeigentexte und Visuals, um herauszufinden, welche Kombination am besten funktioniert. Durch kontinuierliches A/B-Testing kannst du deine Kampagnen kontinuierlich verbessern und sicherstellen, dass sie die gewünschten Ergebnisse liefern.
- Überlege, ob du deine Zielgruppen weiter verfeinern oder deine kreativen Ansätze anpassen kannst. Zum Beispiel kannst du mit verschiedenen Bildstilen oder Anzeigentexten experimentieren, um herauszufinden, was bei deiner Zielgruppe am besten ankommt.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
❌ Fehler: Nur Produktbilder ohne Kontext.
✅ Realität: Lifestyle‑Visuals konvertieren bis zu 35 % besser.
❌ Fehler: Fehlendes serverseitiges Tracking.
✅ Realität: Ohne CAPI gehen bis zu 25 % der Conversions verloren (Pinterest Developer Report 2025).
❌ Fehler: Zu viele Kampagnen mit kleinem Budget.
✅ Realität: Pinterest bevorzugt wenige, stabile Strukturen mit Datenmenge, also lieber 2 große Kampagnen als 10 kleine.
❌ Fehler: Vertrauen auf Last‑Click‑Daten.
✅ Realität: Pinterest ist ein Discovery‑Kanal – der Kauf passiert oft Tage später.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
F: Wie hoch sollte mein Budget für den Start sein?
A: Mindestens 30–50 € pro Tag und Kampagne, um die Lernphase stabil zu halten.
F: Wie lange dauert es, bis Ergebnisse sichtbar sind?
A: Erste Tendenzen nach 2 Wochen; belastbare Daten nach 6–8 Wochen.
F: Welche Formate funktionieren am besten?
A: Video‑Pins und Idea Ads, sie erhalten laut Pinterest (Stand 2025) bis zu 35 % höhere Sichtbarkeit.
F: Wie messe ich den wahren Einfluss meiner Kampagnen?
A: Mit Data‑Driven Attribution in GA4 und Conversion‑APIs, vermeide reine Last‑Click‑Bewertung.
F: Funktionieren Pinterest Ads auch für B2B oder Nischenprodukte?
A: Ja, sofern visuelle Relevanz gegeben ist. Besonders erfolgreich bei Interior, Lifestyle, DIY, Food & Fashion.
Du suchst noch Unterstützung für deinen Start auf Pinterest? Lass uns deinen Onlineshop gemeinsam groß rausbringen!
Quellen
- Pinterest Business Blog :
Performance+ Campaigns (03/2025) - Pinterest Developers:
Conversion API Docs (2024) - Pinterest Engineering Blog :
Visual Search &
Intent Modeling (07/2024) - Pinterest Creative
Best Practices (2025) - Google Analytics Help:
Data‑Driven Attribution (05/2025) - Shopify Partner Blog :
Pinterest Integration 2.0 (2024) - Semrush Research:
Paid Social Benchmarks 2025




